Kaum ein Lebensmittel wird so häufig gefälscht wie Manuka Honig. Das neuseeländische Ministerium für Primärindustrie (MPI) hat festgestellt, dass die weltweiten Verkaufsmengen von Manuka Honig deutlich höher sind, als Neuseeland und Australien tatsächlich produzieren können. Ein klares Zeichen: Ein erheblicher Teil des als „Manuka" verkauften Honigs ist gefälscht, gestreckt oder zumindest irreführend deklariert.
Wer für ein 250-g-Glas 50 Euro oder mehr bezahlt, sollte wissen, woran man echten Manuka Honig erkennt – und welche Warnsignale auf eine Fälschung hindeuten.
Wie wird Manuka Honig gefälscht?
Fälschungen sind oft nicht so plump wie eine falsche Verpackung. Die häufigsten Methoden:
- Streckung mit anderen Honigen: Billiger Honig (z. B. chinesischer Blütenhonig) wird mit echter Manuka-Mischung kombiniert und als reiner Manuka verkauft.
- Aufwertung durch MGO-Zusatz: Synthetisch erzeugtes Methylglyoxal wird billigem Honig zugesetzt, um einen hohen MGO-Wert vorzutäuschen. Der Honig enthält dann MGO, aber keine echten Manuka-Biomarker.
- Falsche Herkunftsangabe: Honig aus anderen Ländern wird als neuseeländischer Manuka deklariert.
- Aufgeblähte Qualitätsstufen: Ein MGO200-Honig wird als MGO400 deklariert – oft schwer nachzuweisen ohne Labortest.
Die 4 echten Manuka-Marker – was Neuseeland jetzt verlangt
Seit 2018 hat Neuseeland eine offizielle Definition für echten Manuka Honig eingeführt. Echter Manuka Honig muss alle vier chemischen Marker aus dem Nektar der Manuka-Pflanze enthalten:
- Methylglyoxal (MGO) – der bekannte Hauptwirkstoff
- Leptosperin – ein Biomarker, der ausschließlich in echter Manuka-Pflanze vorkommt und nicht synthetisch zugefügt werden kann
- DHA (Dihydroxyaceton) – Vorläuferstoff von MGO
- 2-Methoxybenzoesäure – weiterer Echtheitsbiomarker
Leptosperin ist das wichtigste Echtheitszeichen – es kann nicht synthetisch zugefügt werden und kommt nur aus dem Nektar der Manuka-Pflanze. Produkte, die nur MGO ausweisen, sind deshalb schwieriger auf Echtheit zu prüfen.
So erkennst du echten Manuka Honig beim Kauf
Checkliste: Kaufsicherheit auf einen Blick
- ✅ MGO-Wert auf dem Etikett – konkret in mg/kg angegeben
- ✅ UMF-Zertifizierung – Siegel der UMF Honey Association (prüft alle 4 Marker)
- ✅ Herkunft: Neuseeland oder Australien – eindeutig angegeben
- ✅ Unabhängige Laboranalyse – Prüflabor namentlich genannt oder QR-Code zur Zertifikatsseite
- ✅ Angemessener Preis – MGO400 kostet mindestens 40–50 € / 250 g; alles deutlich darunter ist verdächtig
- ❌ Kein „Manuka-Style" oder „Manuka-Blend" – diese Begriffe sind keine Qualitätsgarantie
- ❌ Keine Herkunftsangabe außerhalb NZ/Australien
- ❌ Kein ausgewiesenes Prüflabor
Warum bei deutschen Honigen Transparenz einfacher ist
Während Manuka Honig aus einem anderen Kontinent stammt und aufwendig zertifiziert werden muss, ist bei deutschen Honigen aus regionaler Imkerei die Rückverfolgbarkeit oft direkt möglich. Du weißt: welcher Imker, welche Region, welche Saison.
Kein synthetischer Wirkstoff kann zugefügt werden, ohne dass es auffällt. Kein langer Transportweg, bei dem der Honig die Hände wechselt. Was auf dem Etikett steht, ist das, was im Glas ist – ohne aufwendige internationale Zertifizierungskette.
Transparenz ohne Aufpreis: Echter Deutscher Honig von Apis Aurum
Unsere Honige kommen aus deutschen Imkereien – regional, rückverfolgbar, handwerklich verarbeitet. Kein Marketing-Etikett, keine Zertifizierungswillkür. Unser Akazienhonig und Heidehonig stehen für das, was auf dem Glas steht.
Echten deutschen Honig kaufen →Fazit: So gehst du beim Manuka-Kauf auf Nummer sicher
Manuka Honig Fälschungen sind ein ernstes Problem – und betreffen einen erheblichen Anteil des weltweiten Angebots. Wer echten Manuka kaufen möchte, sollte auf UMF-Siegel, MGO-Angabe, Leptosperin-Nachweis und transparente Laborprüfung achten – und bereit sein, den entsprechenden Preis zu bezahlen.
Wer dagegen auf Alltagsqualität, Transparenz und fairen Preis setzt, findet in hochwertigem deutschen Honig eine sehr gute Alternative.
Häufige Fragen: Manuka Honig Fälschungen
Wie erkenne ich echten Manuka Honig?
Achte auf einen ausgewiesenen MGO-Wert, ein UMF-Zertifikat der UMF Honey Association, die Herkunftsangabe Neuseeland oder Australien und ein unabhängiges Prüflabor. Leptosperin als Echtheitsbiomarker ist das zuverlässigste Merkmal.
Ist günstiger Manuka Honig gefälscht?
Nicht zwingend, aber Vorsicht ist angebracht. Echter MGO400+ Manuka Honig kostet mindestens 40–50 € für 250 g. Deutlich günstigere Produkte mit hohem MGO-Versprechen sollten kritisch hinterfragt werden.
Was ist Leptosperin?
Leptosperin ist ein natürlicher Biomarker, der ausschließlich im Nektar der echten Manuka-Pflanze vorkommt. Er kann nicht synthetisch zugefügt werden und gilt daher als zuverlässigstes Echtheitszeichen für Manuka Honig.
Gibt es einen Manuka Honig Test?
Ja – das neuseeländische MPI hat 2018 einen wissenschaftlichen Standardtest eingeführt, der alle vier Biomarker prüft (MGO, Leptosperin, DHA, 2-Methoxybenzoesäure). UMF-zertifizierte Produkte durchlaufen genau diesen Test.

