Heißer Tee mit Honig bei Erkältung: Dieses Hausmittel kennt fast jeder. In letzter Zeit rückt dabei vor allem Manuka Honig in den Fokus – vermarktet als besonders wirksame Option bei Husten, Halsschmerzen und geschwächtem Immunsystem. Aber ist das wirklich der Unterschied – oder hilft jeder gute Honig genauso?
Was sagt die Wissenschaft: Wirkt Honig bei Erkältung?
Ja – und das ist tatsächlich gut belegt. Mehrere Studien zeigen, dass Honig bei Erkältungssymptomen wirksam helfen kann:
- Eine Meta-Analyse von 2021 (BMJ Evidence-Based Medicine) kam zu dem Ergebnis, dass Honig Husten und Schnupfen besser lindert als übliche Behandlungen wie Antihistaminika oder abschwellende Mittel.
- Die Mayo Clinic empfiehlt Honig explizit zur Linderung von Husten bei Kindern ab einem Jahr (darunter nicht wegen Botulismusgefahr).
- Honig wirkt reizlindernd auf die Schleimhäute, hat eine leicht antiseptische Wirkung und kann die Schlafqualität bei Erkältung verbessern.
Und Manuka Honig speziell – ist er besser?
Das ist die entscheidende Frage. Die ehrliche Antwort: Für die typischen Erkältungssymptome wahrscheinlich nicht.
Die meisten positiven Effekte bei Erkältungen – Schleimhautberuhigung, Hustenlinderung, Reizminderung im Hals – sind auf die allgemeinen Eigenschaften von Honig zurückzuführen: seine Viskosität, den natürlichen Zuckergehalt und die enthaltenen Enzyme. Diese Eigenschaften teilt Manuka Honig mit anderen hochwertigen Honigen.
Der besondere MGO-Gehalt in Manuka Honig ist vor allem bei direktem Kontakt mit Bakterien relevant – also etwa bei äußerlichen Wunden. Im Rachen und in den Atemwegen wird der Honig stark verdünnt, was die MGO-spezifische Wirkung deutlich abschwächt.
Wie nimmt man Honig bei Erkältung richtig ein?
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Nicht in heißen Tee: Über 40 °C werden natürliche Enzyme zerstört. Honig erst in handwarmen oder abgekühlten Tee einrühren.
Mehr dazu: Honig im Tee – so schonst du die Enzyme - Pur auf einem Löffel: Direkt eingenommen bleibt der Honig länger in Kontakt mit den Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum.
- Mit warmem Wasser und Zitrone: Klassische Kombination, die Vitamin C und Honig-Enzyme vereint.
- Dosierung: Studien verwenden oft 1–2 Teelöffel täglich. Mehr ist nicht automatisch besser.
- Nicht für Kinder unter 1 Jahr: Wegen möglicher Botulismusgefahr (gilt für jeden Honig, nicht nur Manuka).
Welcher Honig eignet sich am besten bei Erkältung?
Für die Erkältungsanwendung kommt es vor allem auf drei Dinge an: natürliche Enzyme, ein gutes Aromaprofil und schonende Verarbeitung (kein industrielles Erhitzen). Hier schneiden dunkle, kräftige Honige besonders gut ab:
- Heidehonig: Dunkel, kräftig, reich an Antioxidantien. Einer der enzymreichsten deutschen Honige. Ideal bei Erkältung.
- Edelkastanienhonig: Mild-würzig, enzymreich, gut verträglich. Besonders beliebt bei Halsschmerzen.
- Tannenhonig: Dunkler Waldhonig aus dem Schwarzwald, intensiver Geschmack, hoher Mineralstoffgehalt.
All diese Sorten bieten die für Erkältungen relevanten Eigenschaften – zu einem Preis, der sie für den täglichen Gebrauch tauglich macht.
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Heidehonig kaufen → Alle Sorten entdecken →Fazit: Honig bei Erkältung – ja, aber Manuka ist kein Muss
Honig ist ein echter, wissenschaftlich belegter Helfer bei Erkältungssymptomen. Manuka Honig ist dabei jedoch nicht besser als andere hochwertige Honige – seine Stärken liegen woanders. Für die Erkältungsanwendung im Alltag sind enzymereiche, schonend verarbeitete Honige aus regionaler Imkerei genauso wirksam – und deutlich günstiger.
Häufige Fragen: Honig bei Erkältung
Hilft Manuka Honig bei Halsschmerzen?
Ja – Honig kann Halsschmerzen lindern, indem er die gereizte Schleimhaut beruhigt und eine leicht antiseptische Wirkung entfaltet. Diese Wirkung ist jedoch nicht exklusiv auf Manuka Honig beschränkt. Auch andere hochwertige Honige wie Heidehonig oder Edelkastanienhonig helfen genauso gut.
Darf ich Honig in heißen Tee geben?
Besser nicht – Temperaturen über 40 °C zerstören natürliche Enzyme im Honig. Den Tee erst auf Trinktemperatur abkühlen lassen, dann den Honig einrühren.
Wie viel Honig bei Erkältung am Tag?
In Studien werden meist 1–2 Teelöffel täglich verwendet. Mehr ist nicht automatisch wirksamer. Für Kinder ab 1 Jahr gelten ähnliche Mengen; Kinder unter 1 Jahr dürfen keinen Honig bekommen.
Kann man Honig auch pur nehmen bei Erkältung?
Ja – pur auf einem Löffel ist sogar besonders effektiv, da der Honig länger in Kontakt mit den Schleimhäuten im Rachenraum bleibt. Anschließend etwas warmes Wasser trinken.

